Dissertation Rohmann: Experimentelle Daten
Description
Eine typische Verhaltensweise beim Fällen numerischer Urteile ist die Ausrichtung an Vergleichswerten. Inwieweit dabei deren Quellen berücksichtigt werden, insbesondere soziale Charakteristika, war Ausgangspunkt von vier Experimenten. Experiment 1 liefert einen Beleg für die Relevanz der Quelle insofern, als die Anpassungen an die Anker stärker im Fall einer glaubwürdigenn(vs. unglaubwürdigen) Quelle ausfielen. Anhand von Experiment 2 und 3 wurde geprüft, ob sich die Ankerquelle auch auf die Richtung des Effekts auswirken, also nicht nur unterschiedlich starke Assimilation, sondern ebenso Kontrast nach sich ziehen kann. Um dies zu testen, wurde auf Quellen zurückgegriffen, die als voreingenommen gelten konnten, wobei der jeweils gesetzte Anker diese Erwartung entweder bestätigte oder verletzte. Dabei wurde der Eindruck über die Voreingenommenheit zunächst durch Salientmachung von Quellen-Merkmalen (Experiment 2) und später indirekt durch die Erzeugung einer epistemisch ambigen Urteilskonstellation (Experiment 3) verstärkt. Während ein Effekt der Quelle in Experiment 2 ausblieb, wurde in Experiment 3 das vorhergesagte Muster gezeigt: Waren Quellen-Hinweisreiz und Anker inkongruent (Verletzung der Erwartung), kam es zu einer Assimilation, im Fall von Kongruenz (Bestätigung) hingegen zu Kontrast. Schließlich offenbarte Experiment 4, dass die in Experiment 3 gefundenen Effekte nicht durch eine Warnung vor dem Anker neutralisiert werden konnten.
Other (German)
Eine vollständige Beschreibung der Daten findet sich in der folgenden Publikation.
Florian Rohmann: Ankereffekte in komplexen Urteilssituationen: die Glaubwürdigkeit der Quelle als Determinante für Assimilation und Kontrast, Dissertation, Universität Tübingen, 2017.
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- Data paper: https://bibliographie.uni-tuebingen.de/xmlui/handle/10900/80331 (URL)